Wann soll ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?


Eine Berufsunfähigkeitsversicherung muss so früh wie möglich abgeschlossen werden.

Wer den BU-Antrag schon in jungen Jahren stellt, hat einige Vorteile.

Schüler, Auszubildende und Studenten können auch versichert werden.


 

Die größte Hürde beim Erwerb einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Beantwortung der im Antrag gestellten Gesundheitsfragen. Werden hier fahrlässig oder vorsätzlich falsche Angaben gemacht, wird die Versicherung im Leistungsfall die Rentenzahlung verweigern. Je jünger die versicherte Person bei der Antragstellung einer BU-Versicherung ist, umso wahrscheinlicher liegen keine Anamnesen vor.

BU-Angebote für Schüler sind allerdings eher uninteressant, da es sich hierbei nur um Erwerbsunfähigkeitsversicherungen handelt, die auf keinen gezielten Beruf abgestellt werden können. Im Leistungsfall gäbe es erst dann Geld, wenn man gar keine Tätigkeit mehr ausüben könnte. Von einer Schulunfähigkeitsversicherung ist auch abzuraten, da seitens des Staates Sonderschulen und Förderschulen angeboten werden, auf die ein erkrankter Schüler erst einmal verwiesen würde.

Für Auszubildende und Studenten ist die Beantragung einer BU-Versicherung recht clever. Junge Leute sind meistens gesünder als ältere. Auszubildende und Studenten haben erstmal ein klares Berufsziel, damit ist eine „echte BU“ abschließbar. Wer in einer risikoarmen Berufsgruppe einmal eingestuft wurde, beispielsweise ein BWL-Student, bleibt auch später tariftechnisch in der günstigen Prämieneinstufung, auch wenn er mittlerweile Kampfpilot geworden ist. Im Leistungsfall zählt die zuletzt ausgeübte Tätigkeit. Einfach ausgedrückt: Man ist als Kampfpilot BU-versichert, zahlt aber nur den Versicherungsbeitrag eines Büroangestellten.

Bei Auszubildenden und Studenten wird die monatliche abschließbare Rente in der Regel auf maximal 1.500 € von den BU-Anbietern beschränkt. Allerdings kann man später im Berufsleben durch sogenannte mitversicherte Ereignisse, beispielsweise Gehaltserhöhungen, Hochzeit, Geburt der Kinder, seinen Versicherungsschutz nach oben ohne eine weitere Risikoprüfung anpassen.

Wer sich als Auszubildender oder Student absichern möchte, sollte das auch zu Beginn seiner Laufbahn tun. Gerade im Studium kommt es vor, dass man sich mal vor einer Klausur drücken möchte. Die Vorbereitung zur Prüfung war eben doch nicht so gut und ein Attest vom Arzt wäre hilfreich. Je nach Diagnose könnte so eine Aktion einen späteren ordentlich beantragten BU-Vertrag schon gefährden.

Viele Medizin-Studenten nehmen auch an Selbstversuchen teil. Studenten der Psychologie erstellen psychologische Gutachten für sich selbst oder für ihre Kommilitonen. Der Tatbestand einer psychologischen Beratung wäre hier gegeben und müsste in einem BU-Antrag erwähnt werden, was höchstwahrscheinlich zu einer Ablehnung seitens der Versicherung führen würde. Wer 10 Jahre später einen Leistungsanspruch geltend machen möchte und als Student bei Antragstellung die Angaben verfälscht hat, muss mit einem Rücktritt der Versicherung rechnen. Die Auswirkungen für den Erkrankten wären katastrophal.

Wir helfen Ihnen beim Schritt in die Berufsunfähigkeitsversicherung. Unsere professionelle und von Versicherungsgesellschaften unabhängige Beratung ist für Sie kostenlos.