Vergleichsvereinbarungen und Kulanzzahlungen der Berufsunfähigkeitsversicherung

 

Vermeintliche Kulanzangebote Ihrer BU können große Probleme verursachen.

Wer sich mit seiner BU-Versicherung vergleicht, sollte einen Profi zu Rate ziehen.

Unsere professionelle und unabhängige Beratung ist für Sie zu 100 % kostenlos.

 


 

Wenn Sie eine Leistung aus Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten möchten, müssen Sie gegenüber Ihrer Versicherung den Beweis erbringen, warum Sie berufsunfähig sind. In der Regel schickt Sie die Versicherung nach Prüfung Ihres vorher gestellten Leistungsantrages zu einem medizinischen Gutachter, der den Grad Ihrer Berufsunfähigkeit festsetzt und damit Ihr Leistungsbegehren befürwortet oder dem widerspricht.

Manchmal kommt es vor, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und nur aus Kulanzgründen für eine bestimmte Zeit die monatlich vereinbarten BU-Renten bezahlt. Voraussetzung ist allerdings eine unterschriebene Vergleichsvereinbarung zwischen Versicherungsnehmer und Versicherung.

Leistungen von der BU-Versicherung zu bekommen ist nicht einfach. Der Versicherte ist gesundheitlich angeschlagen, das subjektive Empfinden ist häufig das des Davids gegen den Goliath. Der finanzielle Druck kann enorm sein. Ein schnelles überschaubares Ende in Form eines Vergleiches kommt da meistens mehr als gelegen.

Für die Versicherung ist eine Kulanzzahlung ohne Anerkenntnis ein gutes Geschäft:

Denn erkennt die BU den Leistungsanspruch aus Ihrem Versicherungsvertrag an, verkehrt sich die Beweislast. Beweisen muss in Zukunft die Versicherung, dass Sie nicht mehr berufsunfähig sind. Wenn Sie vertragliche Leistungen längere Zeit beziehen und die Versicherung meint, dass Sie mittlerweile wieder gesund sind, muss die BU Ihnen Ihre Genesung in einem Nachprüfungsverfahren beweisen. Solange das nicht abschließend geklärt ist, beziehen Sie weiterhin Ihr Geld.

Liegt kein Anerkenntnis von Ihrem Versicherer vor und Sie beziehen nur Kulanzleistungen, können diese ohne Schwierigkeiten seitens der BU wieder beendet werden. Soll weiterbezahlt werden, müssen Sie wiederum Ihren Leistungsanspruch beweisen und beantragen, und das im Hinblick auf die gegenwärtigen Gegebenheiten.

 

Sie könnten beispielsweise in einem kleinen Nebenjob drei Stunden täglich gearbeitet haben. Damit ist bei einem neuen Leistungsantrag dieser kleine Nebenjob die zuletzt ausgeübte und damit die versicherte Tätigkeit. Eine mehr als fünfzig-prozentige Berufsunfähigkeit würde nicht eine Restarbeitszeit von weniger als 4 Stunden bedeuten, sondern nur noch die Hälfte der Zeit aus dem Nebenjob also weniger als 1,5 Stunden. Damit wäre Ihr BU-Vertrag praktisch wertlos.

Manchmal lässt sich so ein unterschriebener Vergleich auch wieder heilen.

Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung ist gerade nach Treu und Glauben in besonderer Weise angehalten, ihre deutlich überlegene Sach- und Rechtskenntnis nicht zu Ihrem Nachteil auszunutzen. Außerdem verpflichten die allgemeinen Versicherungsbedingungen die BU zu einer unverzüglichen Aufklärung des Bestehens oder Nichtbestehens einer Leistungspflicht.

War hier die BU mit einem Kulanzangebot zu vorschnell, sollte die Sachlage erneut überprüft werden. Laut gängiger Rechtsprechung kann sich die Versicherung nicht immer auf einen Vergleich mit einer Kulanzzahlung berufen.

Wie sind die Profis in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Wir helfen auch in schwierigen Fällen. Immer kostenlos.