MultiRisk-Versicherung (MRV)

Die MultiRisk-Versicherung (Funktionalitätsinvaliditätsversicherung) setzt sich aus verschiedenen Risikoversicherungen zusammen. Sie besteht in der Regel aus vier Bausteinen: Grundfähigkeiten, Unfallschutz, Pflege und Dread-Disease.

Die MRV leistet, wenn der Versicherte Grundfähigkeiten wie zum Beispiel Sehen, Hören, Sprechen oder Gehen einbüßt. Bei einer schweren Erkrankung des Versicherten sowie bei einer Behinderung bedingt durch einen Unfall tritt der Leistungsfall ein.

Im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung sind psychische Erkrankungen bei der MultiRisk-Versicherung praktisch ausgeschlossen. Wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung aus individuellen Gründen nicht abgeschlossen werden kann, ist die MultiRisk-Versicherung meistens die einzige Alternative.

Die MR-Versicherungen werden in zwei Versicherungssparten angeboten. Es gibt Tarife aus den Sparten der Lebensversicherung und der Unfallversicherung. Die Lebensversicherungstarife sind eindeutig die bessere Wahl. Diese sind zwar teurer, der Leistungsumfang ist dafür größer, und im Gegensatz zu den Tarifen der Unfallversicherung gilt: Die Versicherungsbeiträge können nicht aus dem Grund einer Risiko-Neukalkulation erhöht werden, und der Versicherer verzichtet auf das allgemeine Kündigungsrecht. Der Versicherungsbeitrag kann also nicht auf eine unbezahlbare Summe anwachsen und der Vertrag kann nicht grundlos durch den Versicherer gekündigt werden. Bei den Tarifen der Unfallversicherungssparte gilt das leider nicht. Die MR-Versicherung aus dem Angebot einer Lebensversicherung ist eindeutig die bessere Entscheidung.

Die MR-Versicherung deckt häufig auch die Absicherung eines Pflegefalles ab. In diesem Leistungsfall ist die Rente bei Pflegebedürftigkeit im Gegensatz zu den Pflegeversicherungszusatzrenten der Krankenversicherung eine Zeitrente und wird maximal auf das 67. Lebensalter beschränkt.