BU und betriebliche Altersvorsorge (BAV)

Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherungsversicherung im Vertrag einer betrieblichen Altersvorsorge (BA) enthalten, so können die Beiträge günstiger ausfallen als in einem einzelnen, privaten BU-Versicherungsvertrag.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung innerhalb einer betrieblichen Altersvorsorge darzustellen, kann eine interessante Alternative zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung sein. Zumindest was die Prämienzahlung angeht. Versicherungsbeiträge können in Gruppenverträgen aufgrund von geringeren Verwaltungs- und Abschlusskosten günstiger kalkuliert werden. Im Rahmen einer Gehaltsumwandlung muss der Staat sich durch Steuervorteile beteiligen. Noch besser ist eine Direktversicherung als Betriebszusage, bei der auch der Arbeitgeber zur Kasse gebeten wird. Für den Arbeitgeber kann eine solche Investition im Hinblick einer langwierigen Mitarbeiterbindung lohnenswert sein.

 

Vereinfachte Risikoprüfung in der BU der betrieblichen Zusage.

Für den Arbeitnehmer ist neben dem geringeren Zahlungsbeitrag eine oftmals vereinfachte Gesundheitsprüfung von Vorteil. Über sogenannte Dienstobliegenheitserklärungen kann auf eine individuelle Gesundheitsprüfung sogar komplett verzichtet werden. Allerdings sind diese Angebote seitens der Lebensversicherungen sehr eingeschränkt. Eine Mindestanzahl von versicherten Personen muss vorhanden sein und die Rentenhöhe wird nach oben begrenzt.

 

Die Berufsunfähigkeitsrente im Rahmen der BAV ist immer steuerpflichtig.

Bei einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt der Versicherte nur von dem Ertragsanteil seiner Rentenzahlung eine Einkommenssteuer. Der Ertragsanteil ist in den meisten Fällen einer Berufsunfähigkeitsrente so gering, dass am Ende das Einkommen unter den steuerpflichtigen Beträgen bleibt. Damit wäre die durchschnittliche BU-Rente komplett steuerfrei.

Im Gegensatz dazu ist die BU-Rente in einer betrieblichen Altersvorsorge voll steuerpflichtig. Außerdem wird sie bei der Ermittlung des Beitragssatzes der gesetzlichen sozialen Pflichtversicherungen im vollen Umfang berücksichtigt.

 

Die BAV wird in Zukunft zusätzlich staatlich gefördert.

Ab dem Jahr 2019 muss ein Arbeitgeber sich an dem Berufsschutz (darunter fallen Gehaltsumwandlungen und Direktzusage) laut Gesetzgeber mit mindestens 15 % beteiligen. Für viele Arbeitnehmer wird diese Förderung einen neuen Anreiz darstellen, sich mit dem Thema zusätzliche Altersvorsorge und vor allem mit der existenzsichernden Berufsunfähigkeitsversicherung zu beschäftigen.