Betriebsunterbrechungsversicherung

Für jeden Unternehmer kommt eine Bertriebsunterbrechungsversicherung in Frage.

Die Betriebsunterbrechungsversicherung ist ein Mix aus verschiedenen Versicherungen, die bei allen denkbaren Schäden die laufenden Kosten der Firma übernimmt.

Auch wenn der Chef krank wird, bleibt die Firma so am Leben.


 

Die Betriebsunterbrechungsversicherung im Rahmen der Sachversicherung:

Die Betriebskostenversicherung ist die allgemeine Bezeichnung für einzelne Versicherungsarten, die Versicherungsschutz infolge einer Betriebsbeeinträchtigung oder Unterbrechung für ein Unternehmen gewähren.

Der versicherte Betrieb stellt dabei das Risiko-Objekt dar. Der Substanzwert ist in diesem Fall nicht das versicherte Interesse, sondern das Nutzungspotential bzw. die Ertragskraft des Betriebes, welche hierbei im Fokus stehen. Fällt beispielsweise durch einen Feuer- oder Wasserschaden eine Produktionsstätte aus, muss die Betriebsunterbrechungsversicherung den entgangenen Ertrag und die laufenden Kosten im Rahmen der vorher ermittelten Versicherungssumme erstatten. Standardmäßig bezieht sich der Haftungszeitraum auf 12 Monate. Je nach Schadensereignis und individueller Vertragsgestaltung kann dieser sich auf 24 Monate erhöhen.

Einige Schäden werden bereits durch eine normale Inhaltsversicherung abgedeckt. Damit ist diese sogenannte kleine Betriebsunterbrechungsversicherung ein Teil der Inhaltsversicherung.

Von einer mittleren und großen Betriebsunterbrechungsversicherung spricht man, wenn zusätzlich eigenständige Verträge zwecks Erhöhung von Versicherungssumme und Versicherungsumfang abgeschlossen werden. Beispielsweise hier zu erwähnen sind die Vertragserweiterungen auf Elementarschäden oder böswillige Beschädigungen.

 

Betriebsunterbrechung durch Arbeitsunfähigkeit bei Krankheit oder Unfall:

Für freiberuflich oder selbstständig Tätige, die in ihrem Unternehmen eine wirtschaftliche Schlüsselrolle spielen, sollte als Gegenstand der Betriebsunterbrechungsversicherung der krankheitsbedingte Ausfall der eigenen Person eine zentrale Rolle spielen. In diesem Fall würde die Versicherung den Unterbrechungsschaden des Betriebes infolge eines Personenschadens ersetzen. Die versicherte und verantwortlich leitende Person wäre also hier Gegenstand des versicherten Risikos.

Der eigentliche Unterbrechungsschaden ist der Aufwand an fortlaufenden Betriebskosten, der auf die versicherte Person entfällt, sowie die zusätzlichen Aufwendungen für die Beschäftigung einer externen Ersatzkraft, in dem im Versicherungsvertrag genannten Betrieb.

Versicherte Betriebskosten sind auch Aufwendungen, die der Versicherungsnehmer bei Eintritt des Versicherungsfalls für notwendig hielt, um den Schaden zu mindern oder abzuwenden, wobei der Erfolg keine Rolle spielt. Eine nachträgliche objektive Verhältnismäßigkeitsprüfung wird seitens der Versicherung natürlich vorausgesetzt.

Allerdings haftet die Betriebsunterbrechungsversicherung nicht für den entgangenen Gewinn. Wer als Freiberufler oder Selbstständiger seinen Netto-Gewinn bzw. -Einkommen absichern möchte, muss zusätzlich ein Krankentagegeld bei einer privaten Krankenversicherung abschließen. Bei längerfristigem Ausfall hilft nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Sollte eine langfristige Berufsunfähigkeit bei der versicherten Schlüsselperson eintreten, wird die Leistung aus der personenbedingten Betriebsunterbrechungsversicherung eingestellt, praktisch parallel zur Regelung im Leistungsfall bei der Krankentagegeldversicherung der PKV. Auch hier endet das Leistungsversprechen wegen 100 % Arbeitsunfähigkeit mit Eintritt der Berufsunfähigkeit.

Die meisten Betriebsunterbrechungsversicherungen unterliegen einer Karenzzeit, in der die Versicherung noch nicht leisten muss. Sie stellt damit ein Art Selbstbeteiligung dar. Die eigentliche Haftzeit beginnt nach der Karenzzeit. Der Versicherer haftet in der Regel für den Unterbrechungsschaden, der innerhalb von 12 Monaten ab Beginn der Haftzeit entsteht. Bei der personenbedingten Betriebsunterbrechungsversicherung kann die Haftzeit wegen notwendiger medizinischer Behandlung nach Unfällen auf 24 Monate erweitert werden.

Die Betriebsunterbrechungsversicherung sichert die Existenz Ihres Unternehmens bei Ausfall. Das Thema ist höchst komplex und kann nur im Zusammenhang anderer Versicherungsarten gelöst werden.